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1. Von über 5000m Höhe ins bolivianische Tiefland
2. Aus dem grünen Paradies in die frostige Höhe des Altiplano

 


 

1. Von über 5000m Höhe ins bolivianische Tiefland

 

 

Sorata liegt auf 2670 m über NN nördlich vom Titikakasee inmitten der Cordillera Real, eine der eindrucksvollsten Gebirgsketten der Anden. Das Städtchen ist von mehreren 6000ern umgeben und man hat hier wirklich kolossale Ausblicke. Beispielsweise schaut man von der Plaza, dem zentralen Platz, auf den Illampu, einen wunderschöner Berg von 6368m Höhe.

Noch am ersten Tag ergab sich für uns die Möglichkeit uns einer Jeepfahrt nach Mapiri anzuschließen, von dort sollte es weiter gehen nach Rurrenabaque. Dieses beliebte Touristenziel am Rande des Amazonasbeckens ist eigentlich nur per Flugzeug oder beschwerlichen Busfahrten (20 Stunden in wirklich schlechten Bussen auf sehr schlechten Wegen) zu erreichen. Wir hatten nun die Chance unser Ziel mit einer Kombination von Geländewagen und Boot zu erreichen. Das klang doch mal interessant - wir sagten also zu!
Es ging zuerst mal mit einem Jeep stundenlang zu einem Andenpass hinauf, auf rund 4700 m. Circa 1000 m unter uns breitete sich ein Wolkenteppich aus... bis in die unendliche Ferne. Hier, den Illampu im Rücken, endet das gewaltige Gebirge der Anden und das Amazonasbecken beginnt. Hinter uns das karge, trockene und kalte Hochland Perus und Boliviens, vor uns das üppige, warme und feuchte Tiefland, das sich von Bolivien, Brasilien bis Venezuela erstreckt. Zwei Landschaften so unterschiedlich als gehörten sie zu verschiedenen Planeten und wir standen direkt auf der diffusen „Grenze“. Für solche fast philosophischen Gedanken war jetzt allerdings ein eher unpassender Zeitpunkt. Es ging los und die nächsten Tage sollten meine Gedanken mehr um meine durchgeschüttelten Knochen, meinen armen Hintern und die juckenden Insektenstiche kreisen.

Wir fuhren durch eine atemberaubende Hochgebirgslandschaft nach Mapiri, mit circa 10 000 Menschen die größte Stadt in diesem Teil des Landes. Unterwegs sahen wir einige Cocafelder und riesige Matten (10x10m groß) auf denen Coca in der Sonne getrocknet wurde. Auch gab es hier die ersten Minen der Goldsucher von denen wir in den nächsten Tagen vom Boot aus noch hunderte sehen sollten. Wir schliefen unter einem Moskitero (Mückennetz) und am nächsten Morgen ging es aufs Boot.

Das reichlich 10 m lange Boot wird von einem Außenbordmotor angetrieben und bietet in mehreren überdachten Sitzreihen 20 Passagieren locker Platz. Hier ist der Fluss noch relativ klein (momentan ist Trockenzeit) und das Wasser stürmisch, daher beginnt hier sozusagen das „Straßennetz“ der Flüsse. Bei ziemlich niedrigem Wasser starten wir also und die Bootsführer müssen ihre ganze bewundernswerte Tüchtigkeit aufbringen um das große Boot durch Engstellen und um felsige Flusswindungen zu manövrieren. Sandbänke und treibende bzw. verkeilte Baumstämme machen ihnen zusätzlich das Leben schwer. Entlang des Ufers gibt es unzählige Kleinstminen. Einzelne Goldsucher, Familien oder kleine Grüppchen haben sich hier im Nirgendwo niedergelassen. Unter unsäglich einfachen Bedingungen leben sie an den Ufern der Flüsse. Eine Plane als Zelt, ein paar Töpfe zum Kochen und die Ausrüstung zum Goldsuchen ist alles was sie hier haben. Das wertvollste ist dabei mit Sicherheit die Ausrüstung: Dieselpumpen transportieren Unmengen von Flusswasser, um den Boden des Ufers durchzuspülen. Kubikmeterweise wird das Erdreich abgegraben und mit viel Wasser über Filzmatten gespült. Steine und Dreck treibt es über die Matten während der feine Goldstaub darin hängen bleibt. Einige Goldschürfer haben sogar schwimmende Miniplattformen gebaut auf denen die Dieselpumpen stehen. Sie schwimmen und tauchen im kalten Fluss nebenher um den Schlamm vom Grunde des Flusses hoch zu saugen und über die Matten zu spülen. Der goldhaltige Restschlamm der schließlich im rauen Filz hängen bleibt, wird mit hochgiftigem Quecksilber versetzt. Das Quecksilber bindet das Gold in einer silbrig festen Masse und in diesem Zustand bringt man es zu den Händlern. Diese erhitzen das Gemisch über einem Bunsenbrenner, sodass das Quecksilber verdampft und sich hoch giftig verflüchtigt. Das zurückbleibende Gold erstarrt in bizarren Formen und wird gewogen. Ein bis zwei Gramm kann ein Goldschürfer pro Tag finden, allerdings arbeitet in der Regel die gesamte Familie zusammen.

Die gestiegenen Weltmarktpreise sorgen für gute Geschäfte. Trotz miesester Arbeitsbedingungen, Entbehrungen und gesundheitlicher Gefahren versuchen mehr und mehr Menschen ihr Glück zu finden. Es gibt nur wenige Euro pro Gramm trotzdem sind die Gewinne für bolivianische Verhältnisse exzellent. Ganze Bevölkerungsteile leben in einem sehr bescheidenen Wohlstand aufgrund der Goldgewinnung und man möchte es ihnen wirklich gönnen. Andererseits leben sie auf Kosten ihrer Gesundheit, der Gesundheit ihrer mithelfenden Kinder und einer zerstörten und vergifteten Natur.
Zweimal übernachten wir in Zelten am Ufer des Flusses. Einmal in einem Goldsucherlager, die es außer in den Nationalparks, an nahezu jeder zugänglichen Uferstelle gibt. Ein paar Mal gingen wir hinein in die nahezu undurchdringlichen Wälder, immer entlang eines Flusses, denn ohne kundigen Führer kann man sich hier prima verlaufen. Es gibt wenig Anhaltspunkte zur Orientierung. Die Sonne ist hinter dichten Wolken und Blättern verborgen, es ist eben, man sieht keine Berge oder Täler, und im Dickicht kann man nur wenige Meter weit sehen. Von größeren Tieren ist nicht viel zu sehen, aber es gibt dafür Myriaden von Mücken und genauso viele Ameisen. Ruben, unser Dschungelführer, unterscheidet diese nicht nach Arten, sondern nach der Dauer die ihre Bisse schmerzen. Es gibt also 5-Minuten-Ameisen, 15-Minuten Ameisen aber auch Zwei- und Fünf-Stunden- Ameisen.

nach einem erlebnisreichen Tag auf dem, hier noch wilden, Rio Kaka legen wir abends an einer kleinen Sandbank, nahe dem Ufer, an. Es stellt sich heraus, dass sich nur wenige hundert Meter weiter ein Dorf von Indigenas, also Indios oder Indianern, befindet. Ruben kennt dort einige Leute und bringt auch einen Sack voller Altkleider mit. Nach einigen Gesprächen, von denen wir gar nichts verstehen, dürfen wir auf den Feldern der Indianer Bananen und Papayas ernten. Später werden wir sogar zur Wildschweinjagd der Indios eingeladen. Kurz darauf geht es mit einer uralten, einläufigen und verrosteten Schrotflinte (der Lauf wird lediglich mit einer Drahtschlinge geschlossen gehalten) in den Busch. Wir folgen Ruben im Gänsemarsch und nach zwei Stunden über Stock und Stein hält er abrupt inne... er riecht Schweine. Daraufhin verlassen wir den Pfad und tatsächlich nach einigen weiteren Schritten riechen und vor allem hören wir sie auch. Die Rotte muss riesig sein (Ruben schätzt 200 Stück) und da alle Nüsse vom Waldboden knacken, gibt es einen Riesenlärm. Ruben, inzwischen barfuss, pirscht noch ein Stück und ich schleiche filmend hinterher.
Plötzlich- ein Schuss zerreißt die allgegenwärtige Geräuschkulisse des Urwaldes. Für einen Augenblick ist es still. Die 1000 Stimmen des Dschungels, an die man sich schon derart gewöhnt hat, dass man sie nicht mehr bewusst wahrnimmt, sind auf unwirkliche Weise verstummt. Dann das Gegenteil der kurzen Stille: Ein paar Hundert Schweine ergreifen prasselnd die Flucht durch das dichte Unterholz. Rubens Schuss saß perfekt- eine Überläuferbache ist sofort tot. Die Sau wird
noch am selben Abend zubereitet. Dazu machen wir ein Feuer in einem hohlen Baumstamm, legen grüne Bambusstecken wie einen Rost darüber und darauf braten wir ein bis zwei Kilo große Fleischstücken. Nach ca. zwei Stunden stieg uns köstlicher Bratenduft in die Nase. Wir aßen in herrlichster Kulisse zum Sonnenuntergang am Flussufer, keine zehn Meter zum Dschungel. Am nächsten morgen waren Knochen und Schwarte des Schweines nicht mehr auffindbar... allerdings fanden wir ca. hundert Meter vom Zelt entfernt Jaguarspuren. Die Indios waren über unser Interesse und Begeisterung an der Jagd äußerst erfreut und so wollten sie uns am nächsten Tag unbedingt noch das Dynamitfischen zeigen. Wir gingen also mit einer gedrittelten Stange Dynamit und einem halben Meter Zündschnur zum Fluss. Dann bastelten sie mit Lianen und einem Stock eine Art Schwimmer an dem der Sprengstoff befestigt wurde. Damit stellten sie sicher, dass die Explosion in ca. einem Meter Tiefe stattfand, um so die beste Wirkung zu erreichen. Die Zündschnur war nur wenige Zentimeter lang und die Detonation daher zügig... und gewaltig. Das Wasser spritzte mindestens sieben bis acht Meter in einer gewaltigen Fontaine auf. Fische kamen allerdings keine zum Vorschein... der Fluss war an dieser Stelle offensichtlich gerade leer. Wir waren darüber nicht böse und reisten weiter stromabwärts unserem nächsten Ziel entgegen.

Rurrenabaque, oder Rurre wie es meist genannt wird, ist ein wirklich paradiesisches Fleckchen Erde. Am Rande der Anden und am Rande des Amazonasbeckens gelegen, vereint es Vorteile beider Landschaften: Es ist angenehm warm und es weht immer ein angenehmes Lüftchen, die Tierwelt ist in dieser üppigen Natur sehr reich, die Mückenbelastung hält sich aber in erträglichen Grenzen. Direkt am Bootshafen aßen wir ein gutes und preiswertes Essen während wir dem Treiben um uns herum zuschauten und Pläne für die nächsten Tage schmiedeten.

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2. Aus dem grünen Paradies in die frostige Höhe des Altiplano

 

 

Es reizte uns schon das Tiefland, dieses mückenverseuchte Paradies, weiter zu erkunden. Einfach irgendwie ein Boot organisieren und weiter flussabwärts fahren, aber unsere Route geht diesmal in eine andere Richtung- es geht weiter nach Süden in die Kälte. Am nächsten Tag ging es also vom Flughafen Rurre, einem Schuppen ähnelndem "Terminal" mit einer Wiese als Landeplatz, in einer Minimaschine zurück nach La Paz. Wir starteten mit einigen Stunden Verspätung, da das Wetter in den Anden nicht immer so problemlos ist. Ich hatte diesen Flug vom letzten Mal noch deutlich beängstigender in Erinnerung: Damals gab es keine luftdichten Kabinen und auf 6000- 7000 m Höhe, allein die zu überfliegenden Anden sind schon 6000 m hoch, war dann der Sauerstoff so knapp, dass alle im Flieger einschliefen... die Piloten hatten glücklicherweise Sauerstoffmasken auf. Diesmal ging jedoch alles gut und wir kamen heil an.


In La Paz hielten wir uns nicht mehr lange auf und verließen diese interessante Metropole mit dem Nachtbus nach Potosi. Nach zehn Stunden im eisigen Bus (dicke Eisschicht an der Innenseite der Fenster) schälten wir uns gegen 05.00 Uhr aus unseren Schlafsäcken und suchten uns eine Gelegenheit zur Weiterfahrt. Von Potosi nach Uyuni ist es wieder eine siebenstündige Busfahrt über den Altiplano. Der "Bus economico", hier ist der Name Programm, ist mit drei Euro sehr preiswert, strahlt aber eine bemerkenswerte Aura von Pups, Schweiß und Coca aus. Entlang der Strecke wird ständig gebaut, man darf daher wohl hoffen in Zukunft angenehmer reisen zu können.

In Uyuni ist es eiskalt. Unser Zimmer hat (wie alle Zimmer in Uyuni) keine Heizung und im Hof der Herberge ist man gerade dabei mit einem Holzfeuer die Wasserleitung aufzutauen.

Am nächsten Morgen geht es los und wir fahren zuerst zum Cementario de tren- einem Friedhof für Lokomotiven. Dutzende ausgemusterter Loks stehen hier friedlich oxidierend im Nirgendwo. Hier stellen wir auch fest, dass heute offensichtlich alle Touristen von Bolivien auf der gleichen Strecke unterwegs sind: mindestens zehn Jeeps starten eine vergleichbare Tour. Das ist der absolute Wahnsinn, vor vier Jahren musste ich noch drei Tage warten bis ein einziger Jeep fuhr. Auch am Salzsee hat sich einiges getan: Ein knappes Dutzend Verkaufsstände bieten Mützen, Ponchos und Salzschnitzereien an. Auch davon gab es bei meiner ersten Tour nix zu sehen. Die Arbeiter auf dem Salzsee ließen sich damals auch bereitwillig fotografieren, nun ist nicht einer zu sehen. Vermutlich sind sie vor der fotografierwütigen Touriübermacht geflohen und warten irgendwo coca kauend bis der Spuk vorbei ist und sich der Tross wieder in Bewegung gesetzt hat.

Der Salzsee selbst hat natürlich nichts von seinem einzigartigen Flair verloren. Stundenlang fährt man über einen weißen Spiegel. An einigen Stellen gibt es bis zum fernen Horizont nichts außer Salz zu sehen: Eine blendend, gleißende und unwirklich scheinende Landschaft aus Natriumchlorid. Übernachtet haben wir in einer sehr kleinen Ortschaft jenseits des Salzsees in einem "hotel de sal", einem Salzhotel. Diese Herberge besteht auch tatsächlich nur aus Salz: Wände, Fußboden, Tisch, Hocker und Betten nur Toiletten und das Dach natürlich nicht.
Ca. 500 m von unserer Unterkunft entfernt liegt ein Mumienfriedhof, den wir uns am nächsten Morgen anschauen. Ganz eigenartige Gesteine dominieren diesen Ort. Bizarre Formen lassen auf einen vulkanischen Ursprung schließen. In kleinen Höhlen, vermutlich ehemalige Gasblasen, sitzen und liegen Mumien. In einer Zeit vor der Blüte der Inkakultur wurden sie hier bestattet. Heute weiß man kaum etwas über diese wundersamen Zeugnisse aus längst vergangenen Tagen. Während die Alten ihre eigenartigen Geschichten erzählen, wandelt sich der Umgang mit dem historischen Erbe enorm: Ein in früheren Zeiten heiliger Ort wird nun systematisch von Archäologen untersucht und zunehmend von Touristen aufgesucht. Es ist ein wirklich interessanter und stimmungsvoller Ort obwohl schon viel an Authentizität verloren ging. Man kann nur hoffen, dass es in Zukunft besser gelingt die (durchaus berechtigten) wirtschaftlichen Interessen der Anwohner und die Würde sowie das Flair einer derartig beeindruckenden Grabstätte in Einklang zu bringen. Auf immer wilderen Wegen geht es nun weiter in Richtung Chile. Die Lagunen entlang des Weges sind wunderschön: Tiefblaues Wasser- stellenweise von Eis überzogen, riesige weiße Flecken aus Salz, knallgelbes Gras am Ufer und ein stahlblauer Himmel. Auf dem Eis laufen rosa Flamingos, ab und zu brechen sie durch das dünne Eis und balancieren sich dann durch hektische Flügelschläge notdürftig aus- ein wirklich komischer Anblick.
Ein unbestrittener Höhepunkt der Wüstenfahrt ist der „arbol de piedra“, der „Baum aus Stein“. Jahrhundertelang haben Sandstürme inmitten einer Hochebene diesen skurrilen Felsen geformt: Unten nur einen knappen Meter breit, misst er aber am oberen Ende, in ca. 5m Höhe, bestimmt drei Meter.
Die nahe gelegene „laguna verde“, die „Grüne Lagune“, ist vermutlich eine der schönsten überhaupt. Wenn die Eisschicht abgetaut ist, liegt die Lagune mit ihrem türkisen Wasser direkt vor dem Licancabur einem perfekt kegelförmigen Vulkan mit 5970m Höhe.

Der Licancabur hatte mich schon auf meiner allerersten Südamerikareise fasziniert. Dieses Jahr stand ich ihm nun schon zum vierten Mal gegenüber: Beim ersten Mal wusste ich nichts über Bergbesteigungen, beim zweiten Mal erscheinen mir die knapp 6000m einfach zu gewaltig, beim dritten Mal verhinderte Schlechtwetter einen Aufstieg- nun sollte es endlich klappen.

Die Ausgangsbedingungen meinerseits waren so schlecht wie nie zuvor: Ich war nicht sonderlich fit, hatte noch mit Schwellungen von Hunderten Mückenstichen zu kämpfen aber vor allem war ich schlecht akklimatisiert, da wir erst wenige Tage im Hochland unterwegs waren. Durch technische Probleme starteten wir viel zu spät am Berg. Daher mussten wir nun so schnell wie möglich den Gipfel erreichen, da sich nachmittags die Winde am Berg zu gefährlichen Stürmen auswachsen. Normalerweise rechnet man mit 7-8 Stunden Aufstiegszeit für die 1400 Höhenmeter- wir wurden von unserem Bergführer in lediglich 4,5 Stunden hinaufgescheucht. Auf dem Gipfel war der Sturm schon beachtlich und so machten wir uns nach wenigen Minuten schon wieder an den Abstieg. In 2,5 Stunden schlitterten wir an einer Schuttflanke des Vulkans ohne Pause wieder hinunter. Dieser Aufstieg ist technisch keine große Schwierigkeit, aber aufgrund meiner fehlenden Akklimatisierung habe ich hier erstmalig Bekanntschaft mit der Höhenkrankheit gemacht: Die letzten 500 Höhenmeter habe ich mich wie in Trance den Berg hinauf gequält. Jeden einzelnen Schritt (so abgedroschen das auch klingt). Es war mir schwindelig, speiübel und ich hatte Kopfschmerzen die für zehn Kater gereicht hätten. Der Gipfel selbst war mir in dem Moment nahezu schnuppe. Eigentlich hatte ich nur Sorge den Abstieg nicht zu schaffen und am Liebsten wäre ich einfach nur irgendwo sitzen geblieben. Nach mehreren Stunden stolpernden Abstieg erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt, froren uns noch durch eine weitere Nacht und dann ging es wieder zurück Richtung La Paz.

Nach einen Monat, meiner bislang kürzesten Südamerikareise, fliegen wir wieder zurück ins schöne Deutschland. Obwohl wir einige tolle Abenteuer erlebt haben, geistern uns wie immer tausend neue Ideen für Reisen und Abenteuer durch den Kopf.

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