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Prolog - Abenteuer Orient

 

Nachdem wir (meine Frau Stefanie und ich) nun schon einige Male Südamerika besucht hatten, wollten wir 2011 mal etwas ganz Neues kennenlernen: Arabien, den Orient, die Sahara, das Land aus tausend und einer Nacht und des Islams.

Die Eckpunkte standen schnell fest. Startpunkt sollte die Straße von Gibraltar werden und dann einmal südlich ums Mittelmeer bis zum Bosporus in die Türkei. Kulturell würden wir damit beide Neuland betreten, da wir noch nie in Arabien waren und natürlich kein Wort Arabisch sprechen…ein echtes Abenteuer also.

Unsere Reisroute musste jedoch im Vorfeld schon etwas präzisiert werden, da für einige Länder ein Visum nötig ist. Für manche unserer Wunschländer sind Visa für Individualtouristen (anders wollen wir nicht reisen) unmöglich (z.B.: Irak, Iran, Saudi Arabien), für Andere schwierig (Libyen, Algerien), manchmal problemlos (Ägypten) und stellenweise nicht mal nötig (Marokko). So kristallisierte sich aus eigenen Wünschen, zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten und politischen Gegebenheiten folgende Tour heraus: Spanien, Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon und Türkei. Eine Tour für die wir uns ein halbes Jahr Zeit nehmen wollten.

Wie sich jedoch um den Jahreswechsel 2010/2011 herausstellt, hatten wir uns einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt für  unsere Tour ausgesucht. Noch vor unserem Start im Januar gab es die ersten politischen Unruhen in Tunesien und Algerien. Zu dieser Zeit war das Bereisen dieser Länder als Individualtourist undenkbar. Neben der unkalkulierbaren Gefahr wäre auch unser Ziel – das Kennenlernen von Land und Leute – unerreichbar und bestenfalls wären wir Krisengebietsreporter gewesen. Daher disponierten wir erstmalig um. Wir wollten Algerien  und Tunesien auslassen und direkt von Marokko nach Libyen fliegen. Mit diesem Plan starteten wir in Richtung Nordafrika und Marokko.

Während wir im Königreich Marokko unterwegs waren, verfolgten wir die politische Entwicklung in Arabien äußerst aufmerksam. As sich die Proteste auf Ägypten ausweiteten und auch erste Demos in Syrien, Libanon, Jordanien und auch in Marokko gemeldet wurden, beschlossen wir zu handeln. Für uns (wie vermutlich auch alle Anderen) wurde die Situation unüberschaubar. Wir verbrachten die meiste Zeit unserer Marokkoreise in Internetcafés um uns auf dem Laufenden zu halten. Es war unklar in welchen Ländern sich die Situation beruhigen würde und wo vielleicht gefährliche Konflikte ausbrechen würden. Eines war hingegen klar: eine Tour durch Arabien um Land und Leute kennenzulernen ist unter diesen Umständen nicht möglich. Wir entscheiden uns daher nach langem Grübeln diese Tour abzubrechen. Leicht haben wir uns die Entscheidung nicht gemacht, aber letztendlich bedeutet Reisen auch, dass man sich nicht an unlösbaren Situationen festbeißt, sondern flexibel reagiert

Innerhalb weniger Tage sind wir also zurück nach Deutschland geflogen, haben uns ein neues Reiseziel gesucht (unsere Wunschliste ist lang) und sind erneut aufgebrochen.

Wohin verrate ich heute noch nicht, schließlich soll es ja auch in den nächsten Reiseberichten spannenden bleiben.

Es tut mir leid, dass ich heute nicht mit einem spannenden Reisebericht dienen konnte, aber nach all diesen eher formalen, organisatorischen und politischen Informationen geht es dann beim nächsten Reisebericht Richtung Marokko. Nach Marokko geht es dann weiter nach….ach das wollte ich ja noch nicht verraten.

 

 

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