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Europäischer Start der Arabienreise

 

Anfang Januar starteten wir in Granada, im südspanischen Andalusien, unsere Reise. Ein guter Ausgangspunkt für eine Arabienreise, da Granada über Jahrhunderte hinweg die Hauptstadt der Araber während der Herrschaft der Mauren auf der Iberischen Halbinsel war.

Besonders eindrucksvoll ist hier natürlich die gewaltige Palastanlage der Alhambra. Mehrere Generationen von Kalifen bauten sich hier jeweils neue, eigene Paläste. Jeder suchte alle anderen zu übertreffen und so zeugen die Prachtbauten von einer unglaublich filigranen, orientalischen Baukunst, die der abendländischen zu dieser Zeit sehr weit überlegen war. Filigrane Ornamente, geschwungene Bögen, herrliche Brunnenanlagen und der Hang zur Symmetrie sind in meinen (architektonisch unbedarften) Augen der größte Unterschied zu den dunklen, kalten und klobigen Trutzburgen im frühmittelalterlichen Abendland. Wir wollten uns hier aber gar nicht so  lange aufhalten und so schnell wie möglich weiter nach Afrika.

Die Fähre über die Straße von Gibraltar startet zwar im spanischen Tarifa, aber einen Besuch der britischen Exklave Gibraltar ließen wir uns natürlich trotzdem nicht entgehen. Auf einer kleinen Halbinsel Spaniens liegt hier ein winziges Fleckchen von Großbritannien. Wir müssen durch die Passkontrolle, Euros in Englische Pfund wechseln und auf einmal geht es nur noch mit Englisch weiter. Bei dieser Gelegenheit futtern wir natürlich die typisch englischen Fish&Chips und laufen hinauf zum Wahrzeichen dem „Rock“ - dem „Felsen von Gibraltar“. Dieser eindrucksvolle Felsen bildet die europäische der beiden antiken Säulen des Herkules. Die andere liegt im afrikanischen Marokko. Für die alten Griechen endete an der Straße von Gibraltar das Mittelmeer und damit ihre bekannte Welt. Heute tummeln sich hier viele Touristen und Affen. Wir schauen sehnsüchtig hinüber nach Afrika…morgen geht unsere Fähre.

Breit ist die Straße von Gibraltar nicht. Man kann die circa 15km locker überblicken und mit der Schnellfähre dauerte die Überfahrt eine Stunde. In Tanger kamen wir an  und wurden, kaum dass wir den Hafen verlassen hatten, von einer Schar von Männern belagert. Jeder hatte das beste Hotel für uns und gegen ein kleines Bakschisch würden sie uns führen. Wir merkten schnell, dass wir uns an diese hartnäckige Zudringlichkeit erst noch gewöhnen mussten. Auch wenn die natürlichen Gegebenheiten hier in Afrika nicht anders waren als im 15km entfernten Europa, die Unterschiede in Kultur und Mentalität sind enorm. Ich glaube es gibt weltweit nur wenige „kulturelle Grenzen“ mit solch gewaltigen Differenzen auf so engem Raum wie hier an der Straße von Gibraltar.

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